Der Herr ist nahe!

In der gegenwärtigen Corona-Krise möchten wir nicht nur „Gemeinde-Business as usual“ machen, nur eben als Online-Aktivitäten statt persönlicher Begegnung. Ich möchte auch eine kurze Stellungnahme zur aktuellen Lage aus biblischer Sicht geben. Für Kinder Gottes ist es wichtig, dass wir unsere aktuelle Situation im Licht des prophetischen Wortes Gottes bewerten. Es geht nicht um Endzeit-Wahn, Panikmache oder Neugier in Bezug auf die Zukunft. Sondern wir müssen verstehen, an welcher Stelle wir im Heilsplan Gottes stehen, damit wir jetzt in der Gegenwart das Richtige tun können.

Was wir mit der Corona-Krise gerade erleben, hat zweifellos eine endzeitliche Dimension. Es sind Veränderungen, wie sie in der Weltgeschichte noch nie geschehen sind. Und dies betrifft nicht nur das, was an manchen Orten durch das Virus selbst geschieht, sondern auch die unmittelbaren Folgen, die uns durch das Herunterfahren der Wirtschaft noch bevorstehen. Es werden erhebliche wirtschaftliche, finanzielle, politische und gesellschaftliche Auswirkungen sein, die noch auf uns zukommen werden. Wir müssen uns auf veränderte Zeiten einstellen!

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Wenn mein Glaube schwinden will

in diesen Tagen der Krise, Gefahr und Angst lesen wir gerne den Psalm 91, mit dem Gott unsere Perspektive ändern, uns zur Ruhe bringen und uns Hoffnung und Zuversicht schenken kann. Hier einige Verse daraus:

Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt, der bleibt unter dem Schatten des Allmächtigen. Ich sage zu dem Herrn: Meine Burg, mein Gott, auf den ich traue! Ja, er wird dich retten vor der Schlinge des Vogelstellers und vor der verderblichen Pest. Er wird dich mit seinen Fittichen decken, und unter seinen Flügeln wirst du dich bergen. Seine Treue ist Schirm und Schild. Du brauchst dich nicht zu fürchten vor dem Schrecken der Nacht … (Verse 1-5) … Ob tausend fallen an deiner Seite und zehntausend zu deiner Rechten, so wird es doch dich nicht treffen (Vers 7) … Denn du sprichst: Der Herr ist meine Zuversicht! (Vers 9) … er wird seinen Engel deinetwegen Befehl geben, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen (Vers 11) … „Weil er sich an mich klammert, darum will ich ihn erretten; ich will ihn beschützen, weil er meinen Namen kennt (Vers 14) …

Welch eine Zusage Gottes!! Gottes Schutz und Bewahrung können wir in drei „Dimensionen“ erfahren. Zum Ersten: Er bewahrt uns vor der Not (vor der Schlinge des Vogelstellers, vor der verderblichen Pest …), so dass uns etwas nicht zustößt, ein Unglück uns nicht trifft. Das war z.B. so bei Lot, als Engel ihn und seine Familie aus der Stadt Sodom herausführten, bevor Gott die Stadt vernichtete (1. Mose 19, 29). Das war etwa bei Paulus so, als Gott ihn durch römische Soldaten davor bewahrte, von einer aufgebrachten Menge gelyncht zu werden und auch als Jünger Jesu ihn in Damaskus nachts in einem Korb über die Stadtmauer hinabließen und er vor den Juden fliehen konnte, die ihn umbringen wollten (bzw. Apg 9,23ff.)

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Ein gutes Ende

Ich rufe zu Gott, dem Allerhöchsten, zu Gott, der meine Sache zu einem guten Ende führt. (Psalm 57,3)

David befand sich in einer Notlage, als er vor Saul auf der Flucht war. Er weiß seine Seele bei Gott geborgen und bittet um die Gnade Gottes. Wie in zwei anderen Gebeten (Ps. 17,8 und 61,5) greift er das eindrückliche Bild der Geborgenheit „unter dem Schatten deiner Flügel“ auf.

Trotz der schwierigen Umstände weiß er, wo er Zuflucht findet, „bis das Verderben vorübergezogen ist“. Denn dieses ist zeitlich begrenzt, bis Gott „vom Himmel Rettung senden wird“ (Verse 1-4 nach Schlachter).

In Vers 8 betont David zwei Mal, dass sein Herz getrost ist, und dass er auch in dieser Situation Gott loben möchte. Er befiehlt daher seiner verängstigten Seele: Wach auf und lobe Gott! Im Lob Gottes wird er sich Gottes unendlicher Gnade und Treue erneut bewußt. So entkommt er der Angst. Das bewirkt die Kraft des Glaubens!

Darum seid auch Ihr getrost und habt keine Angst! Jesus spricht zu uns:

Fürchte dich nicht, glaube nur! (Markus 5,36)

– AB & AB

Ungebrochen

Jeden Sonntag beten wir als Gemeinde für die verfolgten Christen, die uns weit weg erscheinen. Doch ist das wirklich so in dieser globalisierten Welt, die immer näher zusammen rückt und wo politische Systeme wanken? Paulus schreibt:

Freut euch mit den Fröhlichen und weint mit den Weinenden.

Römer 12,15

Tun wir das wirklich?

Es gab einen Mann im ehemals kommunistischen Rumänien, der sich nach Jahren von Gefängnis, Folter und Trennung von seiner Familie unter schwierigsten Umständen dafür entschied:

Ich freue mich mit den Christen im Westen, wenn ich an ihre schönen Wohnungen denke, an die Bücher, die sie lesen können, die Urlaubsfahrten, die sie sich leisten können, die Musik, die sie hören können und an die Liebe, die sie zu ihren Frauen und Kindern haben.

Dabei hoffte er, dass sie mit ihm weinten und für ihn beteten. Freude und Leid gehörten für ihn nach 1. Korinther 12, 26 zusammen:

Wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit; und wenn ein Glied geehrt wird, so freuen sich alle Glieder mit.

Dieses für ihn notwendige Gleichgewicht verglich er mit einem Boot. Ist auf einer Seite ein Loch, entsteht eine Schlagseite. So sind wir als an Jesus Gläubige in einem Boot und dürfen als Leib Christi füreinander da sein und im Gebet einstehen.

Wer vor diesem Hintergrund einen Blick nehmen möchte in eine andere Realität, ist eingeladen, das gerade erschienene Buch „Ungebrochen – Die Kraft der Hoffnung“ mit der ganzen Geschichte von Richard und Sabine Wurmbrand als erste vollständige Biografie zu lesen. Es ist derzeit mit anderen Neuerscheinungen im Bücherregal der Gemeinde erhältlich.

— AB