Nahrung für den inneren Menschen

Genauso wie der äußere Mensch nicht in der Lage ist, ohne zu essen eine längere Zeit zu arbeiten, ist es auch mit dem inneren Menschen. Was ist die Nahrung für den inneren Menschen? Nicht das Gebet, sondern das Wort Gottes. Nicht nur das einfache Lesen des Wortes Gottes, so dass es durch unsere Gedanken läuft wie Wasser durch ein Rohr. Nein, wir müssen betrachten, was wir lesen, darüber nachsinnen, und es auf unsere Herzen anwenden.

— Georg Müller

Christen und die Absicht Christi

Der wahre Christ ist von Christus dazu ausersehen, alle Dinge am Wort Gottes zu prüfen: alle Kirchen, alle Diener, alle Unterweisung, alle Verkündigung, alle Lehren, alle Predigten, alle Schriften, alle Meinungen, alle Praktiken. Diese sind seine Marschbefehle. Beweise sie alle durch das Wort Gottes; messe alle am Maßstab der Bibel; vergleiche alle mit dem Standard der Bibel; wäge alle in der Waage der Bibel; untersuche alle im Licht der Bibel; erprobe sie alle im Schmelztiegel der Bibel. Das, was dem Feuer der Bibel nicht stand hält, verwirf, weise zurück, lehne ab und wirf es weg. Dies ist die Fahne, die er an den Mast genagelt hat. Möge sie nie herab genommen werden!

— John Wycliffe (1320-1384, englischer scholastischer Philosoph, Theologe, Bibelübersetzer, Reformator, Geistlicher und Professor an der Universität Oxford).

Die Fremdlinge- und Pilger-Erklärung

Wir erklären, dass wir Fremdlinge und Pilger sind, die nach einem eigenen Land suchen. Und doch lassen wir uns in sesshafter Weise nieder, so als ob wir zu Hause wären und so lange wie möglich bleiben könnten. Ich wundere micht nicht darüber, dass apostolische Wunder aufgehört haben. Apostolisches Leben hat zweifellos aufgehört.

Amy Carmichael
16.12.1867 – 18.01.1951, christliche Missionarin in Indien, die ein Waisenhaus eröffnet und eine Mission in Dohavur gegründet hat. Sie diente 55 Jahre in Indien ohne Heimaturlaub und schrieb viele Bücher über die missionarische Arbeit dort.

Fünf Geheimnisse geistlicher Stärke

von A. W. Tozer

1. Gründlicher Umgang mit Sünde

Tozer: Das bedeutet nicht, sündlose Perfektion zu predigen. Es bedeutet, dass jede bekannte Sünde benannt, als solche bezeichnet und abgelehnt werden muss. Wir müssen Gott vertrauen, dass er uns davon befreit, so dass in unserem Leben nirgendwo mehr eine Sünde ist.  Es ist absolut nötig, so zu verfahren, weil Gott ein heiliger Gott ist und die Sünde auf dem Thron der Welt sitzt.

2. Niemals etwas besitzen.

Tozer: Ich meine damit nicht, dass wir keine Dinge haben können. Ich meine, dass du von dem Sinn des Besitzens befreit werden solltest. Dieser Sinn des Besitzens behindert uns. Alle Babies werden mit geballten Fäusten geboren, und es scheint mir, als würde es bedeuten: „Das gehört mir!“ Etwas der ersten Dinge, die mir gehören, ist eine zornige Stimme. Dieser Sinn von „das gehört mir“ ist sehr schädlich für den Geist. Wenn du das los werden kannst, so dass du nicht mehr das Gefühl hast, etwas zu besitzen, wird ein großer Sinn von Freiheit und Unabhängigkeit in dein Leben kommen.

3. Verteidige dich niemals selbst.

Tozer: Wir wurden alle mit dem Bestreben geboren, uns selbst zu verteidigen. Und wenn du darauf bestehst, dich selbst zu verteidigen, lässt Gott es zu. Aber wenn du die Selbstverteidigung Gott überlässt, wird er dich verteidigen.

4. Sprich niemals schlecht über Andere.

Tozer: „Die Liebe bedeckt eine Menge von Sünden „(1. Petrus 4,8). Der Schwätzer findet keine Gunst bei Gott. Wenn du etwas weißt, das den Ruf eines Kindes Gottes beeinträchtigt oder verletzt, begrabe es für immer. Suche einen kleinen Hintergarten, einen kleinen Flecken irgendwo. Und wenn jemand mit einer üblen Geschichte kommt, nimm sie und begrabe sie, und sage: „Hier ruht in Frieden die Geschichte über meinen Bruder.“ Gott wird sich darum kümmern. „Denn mit demselben Gericht, mit dem ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden“ (Matthäus 7,2).

5. Nimm niemals Ehre an.

Tozer: Gott wacht eifersüchtig über seiner Ehre, und Er wird seine Ehre niemand anders geben. Er wird seine Ehre nicht einmal mit jemand anderem teilen. Ich würde sagen, dass es ganz natürlich für die Leute ist, dass sie hoffen, ihr christlicher Dienst gebe ihnen vielleicht die Gelegenheit, ihre Gaben darzustellen. Natürlich wollen sie dem Herrn dienen. Aber sie wollen auch, dass andere Leute wissen, dass sie dem Herrn dienen. Sie wollen ein Ansehen haben unter den Heiligen. Das ein ist sehr gefährlicher Boden, Ansehen unter den Heiligen zu suchen. Es ist schlecht genug, Ansehen in der Welt zu suchen, aber es ist schlimmer, Ansehen unter dem Volk Gottes zu suchen. Unser Herr gab sein Ansehen auf, und das müssen wir auch.

Möge Gott uns die Gnade und Stärke geben, Ihm zu vertrauen in jedem dieser Gebiete. Amen.

Quelle: NewLife Christian Fellowship

Hindernis oder Chance?

Was ist der Unterschied zwischen einem Hindernis und einer Chance? Unsere Einstellung dem gegenüber. Jede Chance hat eine Schwierigkeit, und jede Schwierigkeit eine Chance.

–J. Sidlow Baxter (1903-1999, australischer Pastor und Theologe)