Kämpfe den guten Kampf des Glaubens

Lehrvideo mit Dr. Rainer Facius

Wenn wir an Jesus Christus gläubig geworden sind, sind wir laut 2. Kor 5,17 in Christus eine „neue Schöpfung“ geworden. Doch in unserem tagtäglichen Leben machen wir immer wieder die Erfahrung, dass unser „altes Wesen“, also unsere natürliche menschliche Neigung, Gott zu widerstreben und zu sündigen, immer noch vorhanden ist. Hieraus erwächst jedem Kind Gottes ein lebenslanger Konflikt, der die Notwendigkeit des Kampfes des Glaubens begründet.

Um nun diesen Kampf in der rechten Weise kämpfen zu können, müssen wir verstehen, was unsere alte und neue Natur ausmacht. Ein Schlüssel zum Verständnis ist die Kenntnis des biblischen Menschenbildes in den drei Aspekten Leib, Seele und Geist.

Dazu haben wir ein dreiteiliges Lehrvideo mit Rainer Facius aufgenommen. Darin behandelt er das Thema in drei Fragestellungen:

  1. Warum kämpfen wir?
  2. Wie kämpfen wir richtig?
  3. Wozu dient das Ganze?

Hier geht es zum ersten Teil der Serie. Wir wünschen Gottes Segen beim Hören.

Menschen- oder Christus-Zentrierung

Wir werden nicht heilig, wenn wir in unser eigenes Herz schauen. Dort finden wir nur Verderbnis. Aber wenn wir uns von uns selbst abwenden und „auf Jesus schauen“, weil er der Gegenstand ist, an dem wir uns erfreuen, wenn wir seine Heiligkeit, Reinheit, Liebe und Barmherzigkeit betrachten, seine Hingabe an den Willen des Vaters, dann werden wir – für uns selbst vielleicht unmerklich, aber dennoch sicher – in sein gesegnetes Bild verwandelt.

-H. A. Ironside

Absolute Gerechtigkeit?

Alle reden von Gerechtigkeit. Was ist eigentlich Gerechtigkeit? Der Begriff ist schwierig zu definieren. Es gibt verschiedene philsophische Ansätze, wo es meist um den Gleichheitsgedanken oder um Werte geht. Gerechtigkeit handelt immer von Grundnormen menschlichen Zusammenlebens, es geht um die Ordnung menschlicher Gemeinschaft.

Die Bibel sagt:

Recht und Gerechtigkeit sind die Grundfeste deines Thrones, Gnade und Wahrheit gehen vor deinem Angesicht her. (Psalm 89,15)

Gottes Herrschaft beruht auf Recht und Gerechtigkeit, d.h. seinen absolut guten und gerechten Ordnungen. Gottes Gerechtigkeit besteht aus seinen Rechtsnormen, die sein vollkommener Maßstab für die Schöpfung sind und mit denen er die Schöpfung regiert.

Aber sie sind keineswegs nur abstrakte Ordnungen, wie etwas funktioniert oder funktionieren soll. Sie stehen in Verbindung mit „Gnade und Wahrheit“, die „vor seinem Angesicht her gehen“. Was – oder besser – wer ist hier gemeint? Es ist Jesus Christus! Im Neuen Testament wird Jesus als „voller Gnade und Wahrheit“ bezeichnet, „die Gnade und Wahrheit sind ihn ihm geworden“ (Johannes 1,14+17).

Was wären Ordnungen oder Gesetze ohne Jesus Christus anderes als tote Prinzipien? Gottes Gerechtigkeit besteht in einer Person, die selbst die Gnade und die Wahrheit in Person ist! Gottes Gnade und Wahrheit ist uns in Jesus nahe gekommen.

Gerecht vor Gott zu sein heißt, dass wir Gottes heiliger Norm vollkommen entsprechen. Das ist nur möglich, wenn wir durch Glauben in Jesus Christus sind – in IHM, dem Vollkommenen und Gerechten, in Gnade und Wahrheit.

– AB

Das Ziel ist nahe

Christus Jesus , der in Gottesgestalt war, … entäußerte sich selbst, … wurde den Menschen gleich, … erniedrigte sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz. (Philipper 2:6-8)

Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan, damit er die, die unter dem Gesetz waren, erlöste, damit wir die Kindschaft empfingen.
(Galater 4:4-5)

Den Lauf der Zeit (Chronos), in den unser und der Menschheit Leben eingebettet ist, und in dem wir es verrinnen sehen, hat Gott immer wieder unterbrochen durch von IHM gesetzte Erfüllungs-Zeit-Punkte (Kairoi), an denen Er eingriff, um unser ansonsten unabwendbares Verderben nicht nur abzuwenden, sondern in neues, herrlicheres Heil zu wenden.

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Gottes Nähe ist kostbar

Der Herr , mein Gott, erhellt meine Finsternis. (Psalm 18: 29 Elberfelder)

Mir aber ist die Nähe Gottes köstlich. (Psalm 73: 28 – Schlachter)

… das bekennt Asaph als seinen letzten, tiefsten Trost angesichts des sichtbaren Wohlergehens des Gottlosen in dieser Welt. Nur im Heiligtum, in Gottes Nähe, werden die Dunkelheiten seiner äußeren Erfahrungswelt für ihn erträglich.

Aber was ist mit den Dunkelheiten in ihm – in mir! – selbst? Sind sie nicht der Grund, warum die Nähe Gottes mir eigentlich verwehrt ist? Wohnt Er nicht in einem Licht, da niemand hinzutreten kann (1Tim6,16)? Wußte Asaph nichts von dieser Dunkelheit in ihm – so wie David es wußte, der sich von Gott nicht nur aus den äußeren Finsternissen herausgerettet wußte, die er in Psalm 18 beschreibt?

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